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Prädikatsarbeit trifft sich in Stendal

Am 21. November fand in Stendal bei der Firma Zorn Instruments ein...

Prädikatsarbeit auf der A+A in Düsseldorf

Vom 17. bis 20. Oktober fand die weltgrößte Branchenmesse für Arbeitsschutz und...

4. Gesundheitskongress der Diakonie Baden-Württemberg

Projekt „Prädikatsarbeit“ stellt aktuelle Ergebnisse vor

Dekra Akademie: „Entwicklung und Erprobung von Konzepten für arbeitsintegrierte Lernangebote“

Das Teilvorhaben der DEKRA Akademie als privater Präventions- und Bildungsdienstleister zielt insbesondere darauf ab, modulare und arbeitsintegrierte Lernangebote für eine gesundheitsfokussierte und individualisierte Kompetenzentwicklung zu entwickeln und zu erproben, die den zukünftigen Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Industrie von Unternehmen und Beschäftigten (in der Produktion) gerecht werden.

Die konkreten Ziele des Teilvorhabens sind daher:

  • Erarbeitung von Entwicklungsperspektiven zur Gewährleistung einer bestehenden und zukünftigen Arbeitsfähigkeit unter besonderer Berücksichtigung der Personal- und Kompetenzentwicklung
  • Evaluierte und optimierte modular aufgebaute Lernangebote für eine arbeitsintegrierte Kompetenzentwicklung für eine digitalisierte Industrie
  • Konzeption eines ganzheitlichen Instrumentariums für den präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz in der digitalisierten Industrie
  • Aufbau eines Konzeptes von unternehmensübergreifenden Präventionsallianzen

Teilvorhaben Zorn Instruments: Konzeption und Erprobung von alternsgerechten Gestaltungsmaßnahmen

Die Entwicklungen des demografischen Wandels und der steigenden Digitalisierung des Produktionssystems führen insbesondere kleine Unternehmen vor einen großen Handlungsbedarf, den sie kaum alleine bewältigen können. Das Produktionssystem von Zorn Instruments, das bisher – neben den gesetzlichen Bestimmungen – keine aktiven Maßnahmen im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz durchführt, stellt schon aktuell hohe Anforderungen an die Beschäftigten. Diese werden sich aufgrund der Digitalisierung noch weiter verändern. Für diese sich schnell vollziehenden grundsätzlichen Veränderungen vieler Einflussfaktoren im Arbeitsbereich gibt es derzeit kaum in der Unternehmenspraxis erprobte Lösungsansätze. Erste Ideen bestehen bisher eher für größere Unternehmen, jedoch benötigen gerade kleine, für die digitalisierte Industrie typische Unternehmen jetzt geeignete Konzepte und Unterstützung.

Die konkreten Ziele des Teilvorhabens sind daher:

  • Analyse und Beschreibung der Aktivitäten in den Bereichen Gesundheitspolitik, Arbeitsinhalt, -umgebung sowie -organisation sowie Personalentwicklung in der Produktion zur Ableitung von Einflussfaktoren und Wechselwirkungen der Arbeitsfähigkeit
  • Konzeption und Erprobung von alternsgerechten Gestaltungsmaßnahmen zur systematischen Verbesserung und Unterstützung mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit
  • Evaluierung der entwickelten Modelle anhand von unternehmensspezifischen Fallstudien im Be-reich der Konzeption und Erprobung von alternsgerechten Gestaltungsmaßnahmen

Teilvorhaben Liebherr-Werk Biberach: Konzeption und Erprobung von Strategien und Handlungsleitlinien für eine kompetenzorientierte Arbeitsgestaltung

Für Liebherr als Familienunternehmen bilden hochmotivierte, kompetente Beschäftigte, die dem Unternehmen über Jahre hinweg treu bleiben und sich mit Begeisterung für das Unternehmen einsetzen, einen zentralen Erfolgsfaktor. Das Liebherr-Werk Biberach als Hersteller von Turmdrehkranen – und Großunternehmen im Bereich Maschinen- und Anlagenbau - entwickelt und produziert variable Baukran-Programme in unterschiedlichen Systemen und Größenklassen. Folglich sind die Anforderungen an die Arbeitspersonen, Technik, Information und Organisation, definiert durch die komplexen Prozesse, sehr hoch. Dabei steht das Unternehmen vor der konkreten Problemlage innovative Lösungskonzepte zu entwickeln und zu erproben, die die aus der Einführung von IT-Systemen im Fertigungsbereich resultierenden neuen Qualifikationsanforderungen für Führungskräfte und Produktionsmitarbeiter decken können (siehe auch Kap. 3.2.3).

Das Teilvorhaben vom Liebherr-Werk Biberach GmbH zielt daher darauf ab, seine Aktivitäten und Maßnahmen zum Erhalt und zur Stärkung der Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten ganzheitlich, nachhaltig und systematisch durchzuführen und den Beschäftigten in der Produktion somit einen präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz insbesondere auch zukünftig vor dem Hintergrund der Entwicklungen zu einer digitalisierten Industrie (s.o., Einführung von IT-Systemen im Fertigungsbereich) zu gewährleisten. Konkret zielt das Teilvorhaben auf die Konzeption und Erprobung von Strategien und Handlungsleitlinien für eine kompetenzorientierte Arbeitsgestaltung.

Die Herausforderung für Liebherr besteht darin, einen präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz mit Blick auf entsprechende Analysemöglichkeiten und die resultierenden Konsequenzen mit einer entsprechenden Entwicklung von praxistauglichen Methoden und Maßnahmen zu konzipieren. Daher wird Liebherr gemeinsam mit der DEKRA sowie der SRH Strategien und Handlungsleitlinien für eine kompetenzorientierte Arbeitsgestaltung entwickeln, mit denen die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten vor dem Hintergrund der individuellen Förderung gesteigert werden kann. Basis für diese Entwicklungen werden die Erkenntnisse aus der qualitativen Analyse (Inhalt: Betriebliche Personal- & Kompetenzentwicklung unter Berücksichtigung der heterogenen Voraussetzungen der Beschäftigten, Gesundheitsförderliche Maßnahmen der Arbeitsgestaltung, Betriebliche Gesundheitspolitik sowie Ausgestaltung heutiger und zukünftig geplanter Produktionssysteme) sein. Dabei zielt Liebherr im Rahmen seines Teilvorhabens insbesondere darauf ab, ein Instrumentarium zur Situationsanalyse zu entwickeln und zu erproben, das die aktuelle und zukünftige Arbeitssituation von Beschäftigten in der Fertigung in Bezug auf die arbeits- und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen analysiert sowie modulare, arbeitsintegrierte Lernangebote für seine Beschäftigten zu erarbeiten. Die konkreten Ziele des Teilvorhabens sind daher:

  • Analyse und Beschreibung der Aktivitäten der aktuellen und zukünftigen Arbeitssituation von Beschäftigten hinsichtlich der individuellen Arbeitsfähigkeit 
  • Konzeption und Erprobung von Strategien und Handlungsleitlinien für eine kompetenzorientierte Arbeitsgestaltung
  • Evaluierung der entwickelten Modelle anhand von unternehmensspezifischen Fallstudien auf Basis der entwickelten und erprobten Strategien und Handlungsleitlinien für eine kompetenzorientierte Arbeitsgestaltung

Teilvorhaben SRH Fernhochschule Riedlingen: Entwicklung und Erprobung eines arbeitsgestalterischen Methodensets sowie Konzeption von unternehmensübergreifenden Präventionsallianzen

Die Ziele des Teilvorhabens der SRH Fernhochschule Riedlingen sind der Aufbau eines Modells zur Arbeitsfähigkeit in der digitalisierten Industrie (inkl. Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation einer empirischen Untersuchung deutscher, produzierender Unternehmen), die Erarbeitung eines Instrumentariums zur Situationsanalyse, die Konzeption und Erprobung eines arbeitsgestalterischen Methodensets für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die Konzeption von unternehmensübergreifenden Präventionsallianzen.

Die Entwicklung eines integrativen Modells zur Arbeitsfähigkeit in der digitalisierten Industrie zielt auf eine umfassende Beschreibung der Einflussfaktoren und Wechselwirkungen ab, mittels derer sich die Arbeitsfähigkeit in Produktionssystemen beschreiben lässt. Es handelt sich um Aspekte, die in diesem Kontext relevant sind (u.a. Operationalisierung der Arbeitsfähigkeit aber auch Arbeitsformen und -abläufe). Mittels des integrativen Modells und der enthaltenen Faktoren wird somit ein ganzheitlicher Ansatz zur Charakterisierung und Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgebaut. Diese Arbeiten beinhalten eine quantitative Analyse, die wichtige Informationen über den Status-Quo bzgl.

  • gesundheitsförderlicher Maßnahmen der Arbeitsgestaltung und betrieblichen Gesundheitspolitik sowie
  • der Charakterisierung der Produktionssysteme generieren.

Unter Berücksichtigung der ergänzenden Beiträge der anderen Teilvorhaben (u.a. DEKRA: personal- und Kompetenzentwicklung) erlaubt die Anwendung inferenzstatistischer Analysen die Ableitung von generalisierbaren Zusammenhängen im Bereich Arbeitsfähigkeit in einer digitalisierten Industrie. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die nachhaltige Verwendung und den branchenübergreifenden Nutzen der Ergebnisse. Beispielsweise werden unternehmensspezifische Einflussfaktoren (z.B. Größe, Branche, Arbeitsorganisation) auf die (Nicht-)Nutzung von bestimmten Maßnahmen zur Gestaltung der Arbeitsfähigkeit betrachtet. Als Ergebnis der quantitativen Analyse (Empirische Untersuchung deutscher, produzierender Unternehmen) wird eine praxisorientierte Ergebnisdokumentation (unter Berücksichtigung erster Handlungsempfehlungen) veröffentlicht. Dieser wird sowohl für Unternehmen verschiedener Branchen als auch für Intermediäre von hoher Praxisrelevanz sein und dient als Input für die weitere Arbeit von PRÄDIKATSARBEIT.

Dabei wird die SRH im Projekt geeignete Instrumente zur Gestaltung und Steigerung der Arbeitsfähigkeit entwickeln. Konkret handelt es sich hierbei um ein

  • Integratives Modell zur Arbeitsfähigkeit in der digitalisierten Industrie
  • Instrumentarium zur Situationsanalyse/-erfassung der Arbeitsfähigkeit in der Produktion
  • Arbeitsgestalterisches Methodenset für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie
  • Leitfaden zur Unterstützung eines nachhaltigen Aufbaus und Erhalts von unternehmensübergreifender Präventionsallianzen

Teilvorhaben Fraunhofer IFF: Erarbeitung eines Assistenzsystems zur kontextabhängigen Unterstützung einer mitarbeiterorientierten Gestaltung

Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF ist auf den Gebieten Logistik und Materialflusstechnik, Robotersysteme, Mess- und Prüftechnologie, Prozess- und Anlagentechnik, Virtual Engineering und Virtuelles Training tätig. Die Entwicklung von Dienstleistungen sowie digitaler Unterstützungs- und Assistenzsysteme (Schlagwort: Digital Engineering) zur effektiven und effizienten Gestaltung einer Industrie 4.0 zählen zu den Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkten des Instituts. Dementsprechend bilden die aus der Digitalisierung der Industrie resultierenden Anforderungen von und an Unternehmen und Beschäftigte sowie die Erarbeitung eines Assistenzsystems zur kontextabhängigen Unterstützung einer mitarbeiterorientierten Gestaltung den Fokus des Teilvorhabens des IFF.

Die zentrale Zielsetzung des Teilvorhabens des Fraunhofer IFF ist die Erarbeitung eines Assistenzsystems zur kontextabhängigen Unterstützung einer mitarbeiterorientierten Gestaltung der Arbeitsfähigkeit. Zunächst werden in Zusammenarbeit mit der SRH sowie Zorn und Liebherr bei der Analyse der Determinanten der Arbeitsfähigkeit die heterogenen Voraussetzungen der Beschäftigten sowie die derzeitige und zukünftig geplante Gestaltung der Produktionssysteme identifiziert. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse befähigen im Zusammenspiel mit den Simulationstechniken und Virtual Reality-Methoden des Fraunhofer IFF Präventionsdienstleister und Unternehmen, zielgruppengerechte Lernangebote zur gezielten Förderung der Industrie 4.0-Kompetenz zu entwickeln, aber auch zu evaluieren. Weiterhin übernimmt das Fraunhofer IFF die Federführung bei der Definition von kontextspezifischen Assistenzinhalten unter der Berücksichtigung der Anforderungen von Arbeitspersonen, Technik, Information und Organisation in einem Produktionssystem. Diese werden anschließend in ein Assistenzsystem zur kontextabhängigen Unterstützung einer mitarbeiterorientierten Gestaltung zusammengeführt, welches zur Förderung der kompetenz- und alternsgerechten Arbeitsfähigkeit eingesetzt wird. Im nächsten Schritt wird angepasst an die individuelle Ausgangslage, das Lerntempo und die Motivation des Nutzers eine adaptive Informationsselektion erarbeitet.

Weiterhin unterstützt das IFF die DEKRA Akademie und die SRH auch bei der Integration, Erweiterung und Validierung der entwickelten Methoden zu einem ganzheitlichen Instrumentarium für die Gestaltung der Arbeitsfähigkeit durch Integration und Nutzung der vorangegangenen Forschungsergebnisse und erarbeiteten Projekterkenntnisse

Die konkreten Ziele des Teilvorhabens lauten daher:

  • Analyse der Determinanten der Arbeitsfähigkeit mit Bezug auf die derzeitige und zukünftig geplante Gestaltung der Produktionssysteme
  • Erarbeitung eines Assistenzsystems zur kontextabhängigen Unterstützung der Arbeitsfähigkeit
  • Entwicklung eines Instrumentariums zur Arbeitsfähigkeit durch Integration und Nutzung der vorangegangenen Forschungsergebnisse und erarbeiteten Projekterkenntnisse

 

 

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